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Kategorie: Lifestyle
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Erfurt (kf). In Kellern und auf Dachböden lagern manchmal verborgene Schätze. Oft kommen sie erst zutage, wenn der Haushalt aufgelöst wird. Dann finden sich Familienschmuckstücke, verschlissene Teppiche, Ölgemälde, altes Porzellan oder Möbel zwischen unbrauchbarem Sperrmüll.

 

"Es gibt immer wieder Überraschungen", weiß Heinrich Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Auktionatoren. Mitunter erweisen sich unscheinbare Gegenstände als rare Antiquitäten. Für den Laien ist es aber nicht einfach, Kostbarkeiten von Ramsch zu unterscheiden. "Um sicher zu gehen, sollte man kein Stück ohne Prüfung wegwerfen, wenn man annimmt, dass es sich um etwas Besonderes handelt."

 

Dachbodenfunde oder auch Gegenstände aus dem eigenen Haushalt lassen sich gut über Auktionen verkaufen. Für kleinere, nicht so wertvolle Dinge sind Versteigerungen oder einfache Verkäufe im Internet geeignet. Auch auf Flohmärkten finden sich Käufer. Wer teure Kunstgegenstände, Uhren, Schmuck, Bücher oder Möbel veräußern möchte, ist mit einer Versteigerung in einem klassischen Auktionshaus meist besser beraten. Dort können auch ganze Nachlässe in Auftrag gegeben werden.

 

Wichtig ist, sich vor dem Verkauf oder der Versteigerung ein möglichst genaues Bild über den Wert der Gegenstände zu machen. Gute Auktionshäuser haben sachkundige Ansprechpartner, die sich mit Schmuck, Kunst, Möbeln und vielen anderen schönen und teuren Dingen auskennen. Die vermitteln sie an ihre Kunden. Hilfe gibt es auch beim Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter Kunstsachverständiger sowie qualifizierter Kunstsachverständiger (BVK). Auf der Homepage sind Adressen von Experten auf vielen verschiedenen Fachgebieten aufgelistet.

 

Die Versteigerung ist für den Verkäufer kostenlos. "Zahlen müssen nur die Käufer, und zwar durchschnittlich 15 bis 20 Prozent vom Erlös. Für den Verkäufer ist das Ergebnis jedes Mal völlig offen", betont Ahrens. Er beobachtet, dass Auktionen immer beliebter werden, vor allem bei jungen Menschen. "Die wollen die ollen Sachen von Oma und Opa nicht mehr, auch wenn sie wertvoll sind."